Unser Corona-Infektionsschutzkonzept

Infektionsschutzkonzept für Gottesdienste während der Corona-Pandemie

Stand 21. Juni 2021

 

Grundlage sind die „Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in Gottesdiensten in der Zeit der Corona-Pandemie und Empfehlungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der ELKB“ (Stand: 17.06.2021).

Diese Grundsätze gelten für alle Gottesdienste, auch Taufen, Trauungen, Trauergottesdienste und alle weiteren Gottesdienstformen. Für Kinder- und Familiengottesdienste gibt es ein eigenes Rahmen-Hygienekonzept.

 

I. Der Kirchenraum und die Wahrung des Abstands

1. Bei der Feier von Gottesdiensten und Andachten ist zwischen den Teilnehmenden in alle Richtungen mindestens 1,5 Meter Abstand zu wahren. Vom Mindestabstand sind ausgenommen sind Angehörige des eigenen Hausstands sowie Geimpfte und Genesene.

FFP2-Maskenpflicht besteht während des gesamten Gottesdienstes im Innenraum. Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und dem 15. Lebensjahr müssen nur eine medizinische Gesichtsmaske tragen .

● Aus den festgelegten Plätzen bestimmt sich die Höchstzahl von Teilnehmenden am Gottesdienst. Die Plätze sind gekennzeichnet. Durch Geimpfte und Genesene oder das Beisammensitzen von Hausständen erhöht sich die Höchstzahl nicht.

● Das Abstandsgebot gilt auch beim Betreten und Verlassen der Kirche.

● Der Kirchenvorstand legt – entsprechend der Abstandsregel – die Obergrenze für den konkreten Kirchenraum fest. Während des Umbaus der Evangeliumskirche orientiert sich die Obergrenze an den Vorgaben der gastgebenden Gemeinde.

 

2. Bezogen auf jeden Kirchenraum gibt es ein vom Kirchenvorstand benanntes Team (Mesner*in, Lektor*in, Liturg*in), das in das jeweils aktuelle Sicherheitskonzept eingewiesen ist und dieses freundlich und bestimmt umsetzen kann.

Dieses Team achtet z.B.

●auf geordnetes Betreten und Verlassen des Gottesdienstraumes,

● auf offene Türen vor Beginn und nach Ende des Gottesdienstes,

●auf die Einhaltung der Abstände zwischen den Teilnehmenden zu jeder Zeit vor, im und nach dem Gottesdienst,

● auf notwendige Desinfektion von Türklinken,

● auf die Einhaltung der beschlossenen Obergrenze durch freundliche Hinweise und z.B. durch das Aufhängen bzw. Aufstellen eines Schildes etc., wenn die Obergrenze erreicht ist.

 

3. Gerade in der warmen Jahreszeit und an stark besuchten Feiertagen wird die Möglichkeit genutzt, Gottesdienst im Freien zu feiern. Auch hier ist ein Abstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmenden einzuhalten. Es besteht keine Maskenpflicht. Im Freien gibt es keine zahlenmäßig bestimmte Obergrenze, sie ergibt sich aus dem vorhandenen Platz. Großveranstaltungen sind aber untersagt.

 

II. Maßnahmen während des Gottesdienstes, die Ansteckung verhindern

1. Musik:

● Im Kirchenraum werden Gesangbücher nur aufgelegt, wenn sichergestellt ist, dass sie nach der Benutzung 72 Stunden nicht zugänglich sind. In der Regel werden keine Gesangbücher sondern Liedzettel verteilt.

● Ein Liturg/eine Liturgin darf ohne Maske singen. Dies gilt auch für Mitwirkende an der Liturgie, deren Anzahl 10 Personen nicht übersteigen darf. Dabei muss ein Abstand zueinander und in alle Richtungen von zwei Metern eingehalten werden.

● Für die sonstigen Besucher im Gottesdienst ist der Gemeindegesang bei einer Inzidenz unter 100 erlaubt (§ 8 Nr. 3 und 4), in geschlossenen Räumen nur mit FFP2-Maske, im Freien auch ohne Maske, jeweils unter Einhaltung der gebotenen Abstände. Gesang von nichtliturgischen Chören gilt als Gemeindegesang und ist nur mit FFP2-Maske möglich. 

● Die Mitwirkenden sind in die Gesamtzahl einzurechnen. Regelmäßig wiederkehrende Proben sind bei einer Inzidenz unter 100 zulässig. 

● Blechbläser dürfen das Kondensat aus dem Instrument nicht frei ausblasen, sondern müssen es in Einwegtüchern auffangen und in geschlossenen Behältern entsorgen.

 

2. Alle Teilnehmenden tragen im Innenraum eine FFP2-Maske. Beim liturgischen Sprechen und Predigen ist um der Verständlichkeit willen das Tragen der Bedeckung nicht sinnvoll. Der Abstand zur Gemeinde beträgt mindestens zwei Meter.

 

3. Kollekten und Spenden werden – ggf. mit bekannt gegebenem geteiltem Verwendungszweck – nur am Ausgang eingesammelt (kein Klingelbeutel). Auf die digitalen Spendenmöglichkeiten wird hingewiesen.

 

4. Eine Gottesdienstdauer unter einer Stunde ist nicht verpflichtend, aber bei starkem Infektionsgeschehen dennoch einzuhalten.

 

III. Abendmahl

  • Verzicht auf Gemeinschaftskelch, stattdessen Einzelkelche.
  • Gottesdienstbesuchende bleiben am Platz.
  • Während der Abendmahlsliturgie sind die Gaben zugedeckt.
  • Liturg*innen und Assistent*innen tragen FFP2-Maske, damit die Spendeformel gesprochen werden kann, und teilen Hostien und Wein bzw. Saft mit Einmalhandschuhen in den Bankreihen aus.
  • Unmittelbar vor dem Gottesdienst waschen Liturg*in und Austeilende die Hände mit Seife.

 

IV. Kasualgottesdienste

1. Aussegnungen und Bestattungen: Für Aussegnungen gilt die Regelung für private Zusammenkünfte zuhause (Anzahl der Teilnehmenden ist abhängig von der 7-Tage-Inzidenz). Kirchliche Bestattungen sind Gottesdienste, die in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geregelt sind. Für sie gilt nicht die Regelung für Veranstaltungen bei Todesfällen gemäß § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IfSG. Hier hat der Freistaat Bayern seine Regelungskompetenz für die Ausgestaltung von Gottesdiensten geltend gemacht (§ 28a Abs. 1 Nr. 10 IfSG). Für kirchliche Bestattungen gilt keine allgemeine Höchstzahl der Teilnehmenden. Die Höchstzahl richtet sich individuell nach dem Infektionsschutzkonzept der Trägerin für ihren Friedhof mit den Gebäuden und im Freien. An dieses Konzept haben sich alle Beteiligten strikt zu halten.

 

2. Für Taufen gelten ebenfalls die o.g. Regelungen zum Gottesdienst. Außerdem: Taufen finden in der Regel in ausgewiesenen Taufgottesdiensten statt, ohne Körperkontakt durch Liturg*in, Kontakthandlungen nur durch Eltern am Kind.

 

3. Für Trauungen gelten diese Regelungen ebenfalls: Segenshandlungen etc. ohne Körperkontakt durch Liturg*in.

 

4. Im Einzelfall entscheidet der/die Liturg*in, welche Form verantwortbar ist und inwiefern derzeit Kasualgottesdienste zu vertreten sind.