Worte der Bibel

Herr, du bist unsre Zuflucht für und für.
Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden,
bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!
Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag,
der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.
Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein Schlaf,
wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst, das am Morgen blüht und sprosst
und des Abends welkt und verdorrt.
Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn,
wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz.
Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre,
und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe;
denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
aus Psalm 90

Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.
Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN, der vom Tode errettet.
Psalm 68, 20.21

 

Als es mir wehe tat im Herzen
und mich stach in meinen Nieren,
da war ich ein Narr und wusste nichts,
ich war wie ein Tier vor dir.
Dennoch bleibe ich stets an dir,
denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.
Du leitest mich nach deinem Rat
und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
Wenn ich nur dich habe,
so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet,
so bist du doch, Gott,
allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
Psalm 73, 21-26
   

Da stand Hiob auf und zerriss sein Kleid und schor sein Haupt und fiel auf die Erde
und neigte sich tief und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen,
nackt werde ich wieder dahinfahren.
Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
Hiob 1, 21+22

Jesus spricht zu Martha: Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;
und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?
Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist,
der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist.
Johannes 11,25-27

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben,
weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur
uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
Römer 8,38.39

Vielleicht fragt jemand:
»Wie soll denn das zugehen, wenn die Toten auferweckt werden?
Was für einen Körper werden sie dann haben?« Wie kannst du nur so fragen!
Wenn du einen Samen aussäst, muss er zuerst sterben, damit die Pflanze leben kann.
Du säst nicht die ausgewachsene Pflanze, sondern nur den Samen,
ein Weizenkorn oder irgendein anderes Korn.
Gott aber gibt jedem Samen, wenn er keimt, den Pflanzenkörper,
den er für ihn bestimmt hat. Jede Samenart erhält ihre besondere Gestalt.
So könnt ihr euch auch ein Bild von der Auferstehung der Toten machen.
Was in die Erde gelegt wird, ist vergänglich;
aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist unvergänglich.
Was in die Erde gelegt wird, ist armselig;
aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist voll Herrlichkeit.
Was in die Erde gelegt wird, ist hinfällig;
aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist voll Kraft.
Was in die Erde gelegt wird, war von natürlichem Leben beseelt;
aber was zu neuem Leben erwacht, wird ganz vom Geist Gottes beseelt sein.
Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?
Dank sei Gott, dass er uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, den Sieg schenkt!
1. Korinther 15, 35-57 in Auswahl

 

Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her,
die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe ich mache alles neu.
Offenbarung 21
   

Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Noch will das alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand. Doch willst du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, dann wolln wir des Vergangenen gedenken, und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht. Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Dietrich Bonhoeffer